Unter dem Motto „Feuer und Flamme für die Liebe Gottes“ empfingen am 22. Mai 2026 insgesamt 51 Jugendliche aus der Pfarreiengemeinschaft Schnaittenbach–Kemnath a.B./Hirschau–Ehenfeld in der Pfarrkirche St. Vitus in Schnaittenbach das Sakrament der Firmung. Firmspender war der hochwürdigste Herr Domdekan em. Prälat Johann Neumüller, der den Firmlingen die Gabe des Heiligen Geistes spendete.

Der Firmung ging ein intensives Vorbereitungsjahr voraus. Unter der engagierten und unermüdlichen Begleitung der Hirschauer Gemeindereferentin Barbara Schlosser und des Schnaittenbacher Pastoralreferenten Stefan Dotzler setzten sich die Jugendlichen mit ihrem Glauben auseinander und erlebten Gemeinschaft auf vielfältige Weise. Neben inhaltlichen Vorbereitungseinheiten gehörten ein gemeinsames Wochenende im Kloster Ensdorf, die Gestaltung von Glaskreuzen sowie das Binden von Palmbuschen mit anschließendem Jugendkreuzweg zum Programm.

Auch das Engagement für andere spielte eine wichtige Rolle. So beteiligten sich die Firmlinge an einer Müllsammelaktion rund um das Ramadama, kochten und verteilten Fastensuppe für einen guten Zweck und verbrachten einen Spielenachmittag mit den Bewohnerinnen und Bewohnern eines Altenheims. Auf diese Weise wurde erfahrbar, dass christlicher Glaube nicht nur im Gottesdienst, sondern auch im Einsatz für die Mitmenschen lebendig wird.

Der festliche Gottesdienst wurde von den Jugendlichen aktiv mitgestaltet. Sie übernahmen Kyrie-Rufe, Fürbitten sowie eine Meditation zum Heiligen Geist. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Gruppe „Schalom“, deren moderne geistliche Lieder der Feier einen festlichen und zugleich lebendigen Charakter verliehen.

In seiner Predigt griff Prälat Neumüller das Symbol des Fisches auf. Mit einem Augenzwinkern bemerkte er zunächst: „Die Predigt muss kurz, die Bratwurst lang sein.“ Anschließend erläuterte er die Bedeutung des Ichthys-Zeichens, das bereits die ersten Christen als Geheimzeichen verwendeten. Damals war es gefährlich, sich offen zum christlichen Glauben zu bekennen. Auch wenn Christen heute in Deutschland ihren Glauben frei leben können, sei es für junge Menschen manchmal dennoch nicht leicht, offen zu ihrem Glauben zu stehen. Die Firmung sei daher eine bewusste Entscheidung für Christus und die Kirche. Während bei der Taufe die Eltern stellvertretend das Ja zum Glauben gesprochen hätten, dürften die Jugendlichen dieses Ja nun selbst geben.

Nach der Erneuerung des Taufversprechens spendete der Firmspender den Jugendlichen durch Handauflegung und Salbung mit Chrisam das Sakrament der Firmung. Mit ihrem persönlichen „Amen“ bekannten sie sich zu ihrem Glauben und baten um die Stärkung durch den Heiligen Geist.

Zum Abschluss der Feier sang die Gemeinde gemeinsam das Lied „Atme in uns, Heiliger Geist“. Dabei schien der Funke des Firmmottos endgültig auf die ganze Gottesdienstgemeinde überzuspringen. Anschließend hatten die Neugefirmten Gelegenheit, Erinnerungsfotos mit ihrem Firmspender zu machen. Der Pfarrgemeinderat von St. Vitus und St. Margareta lud zudem alle Gottesdienstbesucher zu einem Stehempfang ein, um das Fest in geselliger Runde ausklingen zu lassen.

Die Firmung 2026 machte einmal mehr deutlich: Sie ist nicht nur ein Sakrament, sondern auch ein Fest der Gemeinschaft. Sie stärkt junge Menschen auf ihrem Glaubensweg und ermutigt sie, Verantwortung zu übernehmen, ihren Glauben zu leben und die Kirche von morgen mitzugestalten.

Den Abschluss bildete am vergangenen Donnerstag (9. Juli 2026) ein Dankgottesdienst mit den Firmlingen an der Nepomuk-Kapelle am Buchberg. Beim anschließenden Mitbring-Picknick an der Buchberghütte klang der gemeinsame Weg in gemütlicher Atmosphäre aus.